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Selbstversorgergarten planen – Schritt für Schritt

Kaufst du Gemüse oder Obst aus dem Einzelhandel, ist nicht immer klar, woher die schmackhaften Knollen, Früchte, Blätter, Stängel & Co. kommen und womit sie behandelt wurden. Sich davon unabhängig machen und zu Selbstversorgung aus dem eigenen Garten wechseln – geht das überhaupt? Mit der richtigen Vorbereitung und Planung ist das kein Problem. Schon früher haben sich Menschen durch die Pflanzen in ihrem Garten selbst versorgt. Es wurde angebaut, bewirtschaftet, geerntet und das Obst und Gemüse anschließend weiterverarbeitet, beispielsweise konserviert. Mit den wachsenden Einkaufsmöglichkeiten wurde es immer leichter für die Menschen, den Garten nur noch als Erholungsort zu nutzen. Doch heute legen wieder mehr Menschen Wert auf einen ökologischen Anbau, und der Selbstversorgergarten feiert sein Comeback. Wir erklären dir in unserem Beitrag alle wichtigen Schritte und geben dir die notwendigen Informationen, damit du deinen Selbstversorgergarten anlegen und bewirtschaften kannst. 

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Die richtige Planung ist das A und O

Möchtest du dein Obst und Gemüse selbst anbauen, musst du bei der Planung und Vorbereitung einige Dinge beachten. Mache dir außerdem bewusst, dass du nicht in der nächsten Woche direkt mit der Selbstversorgung aus dem eigenen Garten starten kannst, denn viele Pflanzen brauchen Zeit, bis du genug von ihnen ernten kannst. Viele Menschen haben vergessen, wann welche Pflanze Saison hat, und wir müssen uns das Wissen erst wieder ins Gedächtnis rufen.

Voraussetzungen

Bevor du einen Selbstversorgergarten anlegen kannst, musst du ein paar Faktoren beachten und klären, ob sich dein Garten eignet. Dein Garten sollte ein paar Voraussetzungen erfüllen, damit du mit der Selbstversorgung aus dem eigenen Garten starten kannst.

Du brauchst Platz für einen Selbstversorgergarten. Die Größe deines Gartens ist deshalb entscheidend. An dieser Stelle musst du dir auch überlegen, wie viele Personen mit der Ernte versorgt werden sollen. Pro Person wird hier mit rund 100 m² für die Gemüseanpflanzung gerechnet plus Platz für Obstbäume – wenn du dich und andere Personen nur mit der Ernte aus deinem Garten versorgen möchtest. Oft haben wir keinen so großen Garten, dass wir das bewerkstelligen können. Möchtest du dich größtenteils selbst versorgen, reichen pro Person bereits 75 m². Eine andere Variante kann sein, dass du nur ein paar einzelne Gemüsesorten kultivieren möchtest, dann reichen schon kleine Flächen aus. 

Willst du deinen Bedarf genau berechnen, um die benötigte Größe deines Selbstversorgergartens zu wissen? Dann behalte für ein paar Monate deine Einkaufszettel oder notiere dir den Verbrauch an unterschiedlichen Obst- und Gemüsesorten. Hast du genug Daten gesammelt, kannst du zusammenzählen, von welchen Sorten du wie viel pro Monat brauchst. Beachte hier, dass du mit einem Selbstversorgergarten von den Jahreszeiten abhängig bist.

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Der Standort deiner Beete ist ebenfalls wichtig. Hier solltest du ein paar einfache Kriterien beachten:

  • Windschutz, aber luftig
  • Sonne und Wärme 
  • Geschützt und am besten in der Nähe zum Haus 

Ein Plus: Legst du deinen Selbstversorgergarten in der Nähe des Hauses an, ist er meist besser geschützt und du kannst schneller zu den Beeten gelangen und dich um die Versorgung kümmern. Außerdem hast du von deiner Terrasse wahrscheinlich einen tollen Blick auf deine Beete. So kannst du unter deinem Sonnensegel oder deiner Markise sitzen und mit leckerem selbst angebautem Gemüse oder Obst auf deinem Teller deine Arbeit bewundern. 

Ein dritter Faktor ist der Boden, in dem du deine Pflanzen kultivieren möchtest. Eine lockere, durchlässige und humusreiche Erde ist hier ideal. Die Erde sollte außerdem viel Wasser speichern. In den meisten Gärten sind diese Gegebenheiten leider nicht von Natur aus vorhanden. 

Gehe außerdem sicher, dass du genug Zeit hast, dich ausgiebig um deinen Selbstversorgergarten zu kümmern. Es gibt immer etwas zu tun, und du solltest dir klar darüber sein, dass du viel Zeit im Garten verbringen wirst. Körperlich fit solltest du ebenfalls sein, da umgraben, ernten etc. durchaus anstrengende Tätigkeiten sind. 

Gemüsesortenwahl 

Entscheide dich bei der Bepflanzung deines Selbstversorgergarten für das Gemüse, das du gerne isst. Kartoffeln, Zwiebeln und Karotten sind das Standardgemüse in den meisten Selbstversorgergärten. Die Lagerfähigkeit des Gemüses kannst du als weiteres Kriterium bei deiner Wahl einbeziehen. Hier sind beispielsweise folgende Sorten passend:

  • Kartoffeln
  • Karotten
  • Rote Bete
  • Bohnen
  • Gurken
  • Kohl
  • Zwiebeln
  • Paprika
  • Knoblauch

Gemüsesorten wie Spinat, Tomaten, Zucchini und Salat sind hingegen eher für den sofortigen Verzehr geeignet. 

Natürlich gibt es noch viele weitere Sorten. Informiere dich, welche Sorten eher für den Sofortverzehr und welche auch zum Einlagern geeignet sind. Du hast eine große Auswahl, was die Bepflanzung deines Selbstversorgergartens angeht. Beachte hierbei die unterschiedlichen Temperaturen und weitere Anforderungen, die die Nutzpflanzen zum Wachsen brauchen. 

Verwende Aussaat- und Saisonkalender, um die ideale Zeit für das Anpflanzen der einzelnen Pflanzen zu finden. Wintergemüse wie Rosenkohl, Lauch, Grünkohl, Spinat und Feldsalat kannst du anpflanzen, um auch im Winter etwas ernten zu können. Beachte hier auf jeden Fall, dass du die Pflanzen früh genug aussäen musst. 

Außerdem kannst du deinen Selbstversorgergarten um Obstbäume und -sträucher erweitern. Kräuter können ebenfalls eine tolle Ergänzung in deinem Garten sein.

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Anlegen 

Bevor du die Pflanzen anbauen kannst, musst du zunächst die Beete anlegen. Über Boden und Standort hast du dir bereits in der Planungsphase Gedanken gemacht. Ideal ist ein eckiges oder quadratisches Beet mit einer maximalen Größe von 1,20 m Breite und 5 m Länge. Ist dein Beet größer, kannst du nicht alle Stellen ohne Probleme erreichen, sodass du in deinem Beet herumsteigen musst.

Eine weitere Möglichkeit sind Hochbeete. Möchtest du deinen Rücken schonen, sind Hochbeete eine gute Lösung. Bei der Anlage eines Hochbeets musst du natürlich andere Dinge beachten als bei den klassischen ebenerdigen Beeten. Informiere dich davor ausgiebig über das Anlegen von Hochbeeten und besonders die verschiedenen Schichten in einem dieser Beete. Entscheide dich dann für die klassischen Beete oder Hochbeete. 

Um alle deine Beete gut zu erreichen, ist die Planung von Wegen sehr wichtig. Eine Breite von ca. 60 cm ist hier gut, da du so mit Schubkarre & Co. noch an deine Beete kommst. Hauptwege in deinem Garten sollten am besten einen Meter nicht unterschreiten. Wenn du nicht so viel Platz hast, sind 30 cm das Minimum für die Wegbreite in deinem Selbstversorgergarten.

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In einem weiteren Schritt ist die Beetumrandung vorzunehmen. Stein, Holz oder Metall: Du hast viele Möglichkeiten, was die Umrandung betrifft. Mit einer Umrandung sind Rasen und Beet streng getrennt und der Rasen kann sich nicht wieder in das Beet ausbreiten.

Besorge dir unbedingt die notwendigen Geräte für die Gartenarbeit. Hierzu gehören unter anderem: 

  • Garten- und Astschere
  • Schaufel in groß und klein 
  • Spaten 
  • Gießkannen und Gartenschläuche
  • Harke
  • Grubber und Grabegabel
  • Rasenmäher
  • Evtl. Handsäge 

Überlege dir genau, wie du deine Pflanzen und ebenfalls die Erde pflegen möchtest und welche Gartengeräte du dafür und für die Ernte brauchst. Am besten verstaust du deine Geräte in einem dafür geeigneten Schuppen. 

Es gibt außerdem eine kleine Liste an Arbeitskleidung, die du als Hobbygärtner haben solltest. Es muss nicht die professionelle Kleidung eines Gärtners sein, aber ein paar Dinge solltest du für die Gartenarbeit zur Hand haben:

  • Feste und am besten ebenfalls wasserdichte Schuhe
  • Gummistiefel 
  • Gartenhandschuhe
  • Bequeme und robuste Kleidung, die schmutzig werden darf

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Damit deine Pflanzen besser wachsen, solltest du dir einen – bei einem großen Selbstversorgergarten mehrere – Komposthaufen anlegen, durch den du deinen kostenlosen Dünger selbst herstellen kannst. Informiere dich davor, was alles außer den klassischen Gartenabfällen auf einen Komposthaufen kompostiert werden kann. 

Eine Bewässerungsquelle in der Nähe des Selbstversorgergartens ist essenziell: Du möchtest sicher nicht zwischen Badezimmer und Garten Wasser hin und her schleppen. Ist das Grundwasser nicht zu tief, kannst du einen Brunnen anlegen lassen. Sonst kannst du auf den herkömmlichen Wasseranschluss zurückgreifen. Andere Wasserquellen können unter anderem Regentonnen sein. Achte hier bitte darauf, die Regentonne beispielsweise durch ein Gitter abzusichern, dass nicht aus Versehen ein Tier hineinfällt.

Hast du viel Platz in deinem Garten, kannst du zusätzlich noch ein Gewächshaus aufstellen. Besonders wärmeliebende Pflanzen gedeihen hier am besten. 

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Anpflanzen und Pflege 

Möchtest du neben Gemüse auch Obst in deinem Selbstversorgergarten anpflanzen, solltest du zuerst die Obstbäume und Sträucher einpflanzen. Es kann sehr lange dauern, bis du hier deine erste Ernte bekommst. Pflanzt du Bäume, tragen sie nicht sofort danach Früchte, sie brauchen in den meisten Fällen ein paar Jahre, um erst einmal zu wachsen und genug Obst zu produzieren. Achte beim Anpflanzen darauf, genügend Platz zwischen den Sträuchern und Bäumen zu lassen, damit sie nach dem Wachsen noch ausreichend Platz haben. 

Einige Pflanzen solltest du nicht direkt in die Erde pflanzen, sondern vorziehen. Du kannst eine Pflanze in deinem Haus oder einem Gewächshaus vorziehen. Manche Nutzpflanzen, darunter Tomaten, dürfen erst nach den Eisheiligen draußen in die Erde. Wartest du aber bis dahin mit der Aussaat und ziehst sie nicht vor, brauchen sie sehr lange. Ihre Erntezeit verschiebt sich weit nach hinten, bis eventuell der erste Frost wiederkommt. 

Andere Pflanzen wie beispielsweise Karotten und Bohnen sollten direkt ausgesät werden. Du solltest dich dazu umfassend informieren, welche Pflanzen wann ausgesät werden und ob eine Direktaussaat möglich oder ein Vorziehen der Pflanzen sinnvoll ist. 

Tipp: Am besten bepflanzt du deine Beete nicht sortenrein. Schädlingsbefall und Krankheiten an den Pflanzen können durch eine Mischkultur verhindert werden. Hier musst du dich erneut informieren, welche Pflanzen sich gut nebeneinander machen und denselben Nährstoffbedarf haben.

Du kannst deine Beete mehrfach in einem Jahr nutzen, wenn du die Fruchtfolge beachtest. Erntest du manche schnellwachsenden Gemüsesorten früh, kannst du andere Pflanzen aussäen. Beachte bei der Bepflanzung außerdem, dass es ein paar Gemüsesorten gibt, die nicht im selben Beet im nächsten Jahr angepflanzt werden sollten. 

Wichtig bei der Pflege der Nutzpflanzen: keine Chemie verwenden. Du möchtest sicher wie viele andere, die sich für einen Selbstversorgergarten entscheiden, keine Insektizide, Pestizide oder chemische Mittel wie spezielle Düngemittel auf deinem selbst angebauten Obst und Gemüse haben. Viele Menschen entscheiden sich schließlich für einen Selbstversorgergarten, um dem zu entgehen, und legen großen Wert auf einen ökologischen Anbau. Nutze lieber Lösungen wie beispielsweise Kompost als Nährstofflieferant und Brennnesseljauche gegen Blattläuse. 

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Ernte und Konservieren 

Legst du deinen Selbstversorgergarten schlau an, kannst du dich fast das ganze Jahr über deine Ernte freuen. Im Winter fällt die Ernte natürlich etwas geringer aus, weshalb du Gemüse etc. auch konservieren solltest.

Um das ganze Jahr über etwas ernten zu können, solltest du, wie schon erwähnt, auf die Fruchtfolge und deinen Pflanzplan achten. Plane genau, wann welche Pflanzen wo und wann angepflanzt und kultiviert werden. Vermeide hier, dass deine Beete durch schlechte Planung leer stehen, und nutze deine Beete optimal, indem du sie durch schlaue Bepflanzung mehrfach im Jahr bepflanzt. Durch die Mehrfachnutzung der Beete erhältst du eine größere Ernte im Jahr. 

Durch Frost, Hagel, starken Regen oder Hitze, die über längere Zeit anhalten, kann es zu Ausfällen bei der Ernte kommen. Du kannst zwar ein Gewächshaus nutzen, um ein paar Pflanzen geschützt zu kultivieren, aber nicht die Menge, die du für eine Selbstversorgung benötigst. Kommt es einmal zu Ernteausfällen, kannst du versuchen, durch schnellwachsende Pflanzen etwas dagegenzuwirken, aber leider kannst du das Wetter nicht beeinflussen. 

Möchtest du das ganze Jahr von deinem Selbstversorgergarten leben, musst du einen Teil deiner Ernte konservieren. Schon unsere Omas und Opas haben bestimmte Methoden verwendet, um Obst und Gemüse haltbar zu machen. Abhängig von der Obst- oder Gemüsesorte kannst du dich zwischen dem klassischen Lagern und Einkochen oder aber Einfrieren, Trocknen und Saften entscheiden. Frag hier gerne deine Großeltern, ob sie noch ein paar Gläser für dich haben, um das Konservieren deiner Ernte umzusetzen. 

Zum Beispiel Karotten, Kartoffeln und Äpfel sind ideal zum Einlagern, wohingegen Bohnen, Kirschen und Radieschen sowie andere Gemüsesorten perfekt eingekocht und in Einmachgläser gefüllt werden können. Hast du Platz in deinem Gefrierschrank, sind unter anderem Beeren und vorgekochte Gemüsesuppen hier gut aufgehoben. Die meisten Kräuter und Chilis lassen sich sehr gut trocknen und so haltbarmachen. Aber auch das Einlegen in Öl funktioniert bei Chilis hervorragend. 

Hast du bereits einen Selbstversorgergarten oder planst einen anzulegen? Schreibe gerne weitere Tipps und Informationen als Kommentar unter den Text, um andere zu unterstützen, wenn sie ihren Selbstversorgergarten planen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema Selbstversorgergarten planen

Was darf im Selbstversorger Garten nicht fehlen?

Ertragreiche Obst- und Gemüsesorten dürfen im Selbstversorgergarten nicht fehlen. Sorten wie Zucchini, Gurken, Zwiebeln und Tomaten (gerne auch aus dem Gewächshaus) sind hier ideal. 

Kann man sich komplett selbst versorgen?

Es ist möglich, sich mit Obst und Gemüse komplett selbst zu versorgen. Du musst dafür aber viel Zeit und Arbeit investieren. Außerdem müssen Voraussetzungen wie die benötigte Fläche für eine Selbstversorgung gegeben sein.

Was gehört in den Selbstversorgergarten?

In deinen Selbstversorgergarten solltest du die Nutzpflanzen kultivieren, die du gerne isst. Beachte hier den Saisonkalender sowie die Fruchtfolge. Du kannst deinen Selbstversorgergarten zum Beispiel mit Karotten, Gurken, Bohnen, Kartoffeln, Radieschen, Roter Bete, Kürbis, Salaten, Kohl, Zwiebeln, Pastinaken, Tomaten, Erbsen und Obst wie Äpfeln, Pflaumen, Kirschen, Birnen und auch verschiedenen Beeren und Kräutern füllen. 

Wie viel qm braucht man zur Selbstversorgung?

100 m² pro Person plus dem benötigten Platz für Obstbäume und Sträucher werden für eine Selbstversorgung benötigt. Das bedeutet zwischen ca. 160 und 200 m². Möchtest du dich nur teilweise selbst versorgen, reichen ca. 75 m² pro Person plus der Fläche für Obstbäume und Sträucher.

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